Ausstellungen

Bei den Scherenschneiderinnen am Gelben Fluss
Fotoausstellung

Ingrid und Theo Jansen

Während ihres Beijing-Aufenthaltes von 1986 bis 1988 wurde Ingrid Jansens Interesse für die chinesische volkstümliche Kunst geweckt. Besonders faszinierten sie bäuerliche Papierschnitte, die meist frei, ohne Vorzeichnung, mit der Schere geschnitten werden. 1996 folgte das Ehepaar einer Einladung zum Frühlingsfest in die Hochebene am Gelben Fluss - der erste einer Reihe von Besuchen. Die ausgestellten Fotos zeigen die Welt der Scherenschneiderinnen; die weite, karge Lößlandschaft der Region und das harte Leben ihrer Bewohner. Sie lassen aber auch eine große Herzlichkeit und Gastfreundschaft spüren.


13. Januar – 16. Februar 2011

Tsingtau – Qingdao.
Historische Fotografien zu einem Kapitel deutsch-chinesischer Geschichte, 1907-1909

Paul Ernst Praßer leistete zwischen 1907 und 1909 in der deutschen Kolonie Tsingtau seinen Militärdienst. Er brachte fast 200 Fotografien (Glasnegative, 9x12cm) mit nach Hause zurück. Seine Aufnahmen der Stadt Tsingtau, der Kiautschou-Bucht und des Laoschan-Gebirges vermitteln einen äußerst lebendigen Eindruck des einheimischen Alltags um die Jahrhundertwende, als sich das chinesische Kaiserreich im Umbruch befand. Obwohl die Negative bei einem Luftangriff zum Ende des Zweiten Weltkrieges verschüttet wurden, konnten einige Aufnahmen gerettet werden. In Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Leipzig


24. Februar – 30. März 2011

Wandlungen
Tuschbilder und Porzellane

Yafang Qi

Yafang Qi, die ihre Ausbildung zur Keramikerin in der berühmten Porzellanstadt Jingdezhen absolvierte, lebt seit 1991 in Deutschland. Ihre hauchzarten Porzellane faszinieren durch das ganz eigene künstlerische Design, das traditionelle chinesische Motive mit westlich moderner Gestaltung verbindet. Auch ihre großformatigen Collagen nehmen Techniken der Porzellanherstellung auf: Ausrisse feinsten Reispapiers auf faserigem Bambusschnitzen bilden ungleichmäßige Reliefs. Dem Daoismus entsprechend versteht Yafang Qi ihre Kunst als stetigen Wandel, bei dem das Wesen unsichtbar bleibt.


7. April – 18. Mai 2011

Das Leben von Käthe Zhao
Berlin 1906 - Peking 2005

1947 verließ Käthe Zhao, geborene Starkloff-Linke, Deutschland und reiste in die Heimat ihres chinesischen Mannes Zhao Xilin. Die promovierte Dozentin der Germanistik prägte Generationen chinesischer Germanistikstudenten, sie war allseits anerkannte Literaturwissenschaftlerin, erfolgreiche Lehrerin und Übersetzerin. Sie war Mittlerin zwischen den Kulturen und ist Sinologen und Historikern unschätzbare Zeugin für die wechselvolle Geschichte deutsch-chinesischer Beziehungen. Bis zu ihrem 99. Lebensjahr lebte und arbeitete Käthe Zhao in Peking. In ihrem langen Leben spiegelt sich auch ein Stück chinesischer Gegenwartsgeschichte. In Kooperation mit dem Zentrum für Deutschlandstudien an der Peking Universität


26. Mai – 22. Juni 2011

Who Is Who
Malereien auf Papier

Ce Jian

Die 1984 in Shandong geborene Künstlerin lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Deutschland und hat an der Universität der Künste Berlin u.a. bei Georg Baselitz und Daniel Richter studiert. Ihre Arbeiten sind locker und expressiv, die Themen analytisch – dabei bleibt die Motivwahl offen und bedient sich zumeist alltäglicher Bildquellen wie Medienfotos oder selbstgemachten Schnappschüssen. In diesen allgemein zugänglichen und vertrauten Bildern möchte sie Sehweisen nachgehen, mit denen das Auge versucht, das Andere oder Fremde zu durchdringen.


30. Juni – 27. Juli 2011

Ein Hauch aus der Ferne.
Fotografische Blaudrucke von Cristina Simonetti

Christina Simonetti

Das heute fast vergessene Verfahren der "Cyanotypie" zur Bearbeitung von Bildern, dessen erste Beschreibung in das Jahr 1842 zurückreicht, basiert auf einem fotografischen Druck ohne Silber, der einen tiefblauen Niederschlag hervorbringt. Der Gegenstand des Bildes wirkt dadurch losgelöst von Raum und Zeit; die abgebildete Realität erhält ein gefühlvolles und stimmungsgeladenes Antlitz. Die auf diese Art verfremdeten Bilder eines einjährigen Taiwan-Aufenthalts der Künstlerin erlauben dem Betrachter eine besondere und originelle Annäherung an Asien auf dem Weg der Fotokunst. Cristina Simonetti ist Studentin der Regionalstudien Asien-Afrika mit Schwerpunkt Sinologie an der Humboldt Universität zu Berlin.


18. August – 21. September 2011

Die Stimme des Waldes
Tuschearbeiten

Ge Rang

Geboren im Jahr 1945 in der multiethnisch geprägten Provinz Yunnan, zunächst Mönchsschüler, später Bauer, in den frühen 1960er Jahren Soldat der Volksbefreiungsarmee, folgte Ge Rang ab den frühen 1970er Jahren seiner eigentlichen Berufung: dem künstlerischen Schaffen, das mit Malereien und Zeichnungen, Holz- und Keramikarbeiten so vielfältig ist wie sein Lebenslauf. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl jüngster Tuschearbeiten Ge Rangs, gegenständliche wie abstrakte, traditionell anmutende wie moderne. Ein Leitmotiv seiner Kunst ist die Verbundenheit mit der Natur und der langsam schwindenden alten Kultur seiner Heimat.


29. September – 2. November 2011

China – ihr Traum, ihr Leben
Eva Siao zum 100. Geburtstag. Fotoausstellung

Nach einer Ausbildung zur Fotografin in Berlin und München verließ Eva Siao, geb. Sandberg (1911-2001), Tochter einer jüdischen Arztfamilie aus Breslau, 1932 Deutschland und ging zu ihrem Bruder nach Stockholm. Zwei Jahre später traf sie auf einer Besuchsreise in die Sowjetunion den chinesischen Dichter Emi Siao, einen Weggefährten Mao Zedongs. Diese Begegnung brachte die entscheidende Wende für ihren weiteren Lebensweg. 1940 folgte sie ihrem Mann nach Yan’an, verließ ihn drei Jahre später und kehrte 1949 zu ihm zurück. Als Fotografin fing sie mit ihrer Kamera das neue China ein, den Alltag der Menschen, in ihrer kleinen Wohngasse, in den Parks und auf den Straßen. Ihrer Autobiographie gab sie den Titel: China – mein Traum, mein Leben.


17. November – 12. Januar 2012

Veranstaltungsprogramm –
Auswahl