Ausstellungen

Verfolgte China-Wissenschaftler 1933-45
Die fehlende Generation

Konzept: Prof. Dr. Dr. h.c. Mechthild Leutner, Freie Universität Berlin, und Dagmar Yu-Dembski

Die nationalsozialistische Diktatur hatte auch gravierende Auswirkungen auf das noch junge Fach Sinologie und die wissenschaftliche Beschäftigung mit China insgesamt. Von etwa 50 Personen, die in Universitäten, Museen, Verlagen, Bibliotheken oder anderen Institutionen sich im weiteren Sinne mit China wissenschaftlich beschäftigten oder gerade ihr Studium abgeschlossen hatten, waren mehr als 30 gezwungen, zu emigrieren, erhielten Berufsverbot oder kehrten von China- und anderen Auslandsaufenthalten nicht mehr nach Deutschland zurück.

Die Ausstellung zeigt die lebensgeschichtlichen Brüche der Verfolgten auf und verdeutlicht die Auswirkungen auf die Ausprägung des Faches nicht allein während der Zeit des Faschismus, sondern auch danach - bis heute.

Ab 30. Oktober 2014

China-Mode, China-Chic
Kulturgeschichte der chinesischen Mode

Die Ausstellung begibt sich auf die historische Suche nach Moden und Formen chinesischer Kleidung. Gezeigt wird der Einfluss technischer Entwicklungen auf Material und Schnittformen, die Symbolik von Mustern und Knebelknöpfen und die Bedeutung von Kleidung als sozialem Status.

Ein eigenes Thema bilden Wandel und westlicher Einfluss auf das typische chinesische Etuikleid, den Qipao oder Cheungsam.

5. Dezember 2013 bis 7. Februar 2014


Chinas Metropolen im Wandel
Die Zweite Transformation: Posterausstellung

Schwerpunkt 20 Jahre Peking-Berlin

Chinas Wirtschaft steht vor grundlegenden Veränderungen: vom bisher rein quantitativen Wirtschaftswachstum hin zu einer qualitativen Wirtschaftsentwicklung mit höherer Wertschöpfung, geringerer Umweltbelastung und interessanten Märkten. Motoren dieses tief greifenden wirtschaftlichen und kulturellen Wandels, der auch als »Zweite Transformation« bezeichnet wird, sind Chinas Metropolen. Auf zahlreichen Themen- und Fotopostern sind diese Entwicklungen in anschaulichen aktuellen Übersichtskarten und Diagrammen sowie auf beeindruckenden Fotos festgehalten.

Zahlreiche Themen- und Fotoposter, Übersichtskarten und Diagramme zeigen diese Entwicklungen. Urbane Kreativräume in China bilden einen Schwerpunkt der Ausstellung, da auch Design, Kreativität und Innovationen zu den Erfolgsrezepten der Metropolen gehören.

13. Februar bis 30. April 2014


Geschichten von Dingen
Wechselseitige Wahrnehmung

Yimeng Wu 吴祎萌

In Zeiten des weltweiten Austauschs von Ideen und Objekten wird es zunehmend schwieriger, kulturell Eigenes wahrzunehmen. In einem interkulturellen Kunstprojekt, das 2011 begann, stellte die Designerin und Künstlerin Yimeng Wu die Frage nach der Unverwechselbarkeit und Ästhetik chinesischer Alltagsobjekte, wie etwa dem Grillenkäfig. „Dinge-Paten“ erhielten kulturspezifische chinesische bzw. umgekehrt deutsche Dinge zum Enträtseln und Entdecken. Die Geschichten, wie die Objekte in der fremden Umgebung enträtselt wurden und eine neue Identität entwickelten, hat die Künstlerin gesammelt und aufgeschrieben. Die Ausstellung präsentiert die Alltagsobjekte und die Geschichten des Bedeutungswandels, den sie erfuhren.

Der Kunstband zum Projekt, »Dinge-Geschichten«, erschien 2013 im Drachenhausverlag, ISBN: 978-3-943314-08-3


15. Mai bis 3. Juli 2014

West-östliche Imaginationen
Deutsch-chinesische Gemeinschaftsprojekte

Ausschreibung / Gruppenausstellung

Unserer letztjährige Ausstellung »Momente der Begegnung« stieß eine spannende Diskussion an über die Entwicklung zeitgenössischer Kunst in China, die Frage künstlerischer Identität und den Einfluss kultureller Wurzeln auf die Bildsprache. Diese Anregungen wollen wir aufnehmen und laden je zwei KünstlerInnen (eine/n mit chinesischem, eine/n mit deutschem kulturellen Hintergrund) ein, gemeinsam ein frei gewähltes Thema künstlerisch zu bearbeiten und die entstandenen Werke einzureichen. Aus der gemeinsamen Arbeit und der Gegenüberstellung der Ergebnisse erwarten wir uns spannende Dynamiken. Die Jury (Jian Ce 简策, Dr. Steffen Paul und Andreas Schmid) wird pro Tandem maximal vier Werke auswählen.

东西方的畅想
中德合作项目

我们去年的展览“相遇的瞬间“引起了一个令人振奋的讨论,该讨论中主要探讨了中国当代艺术的发展、艺术的认知问题以及文化根源对图画语言的影响。这样的讨论给了我们很大的启发。我们希望能将这样的启发贯彻于实际当中:我们将以组为单位来邀请中德艺术家,每组由两位艺术家(一位有中国文化背景,一位拥有德国文化背景)组成,各组中德艺术家分别针对一个自由选择的题目创作并提交其艺术作品。从这样的共同创作和比较中我们期待更令人兴奋的艺术动态。评委们(简策,Steffen PAUL博士和Andreas SCHMID)将会从每组中最多选出四幅作品。

10. Juli bis 23. Oktober 2014


Veranstaltungsprogramm –
Auswahl