Vorträge

Buddhismus als kulturelle Brücke zwischen Indien und China und die Forschungen von Walter Liebenthal

PROF. DR. SEISHI KARASHIMA, SOKA UNIVERSITY, TOKYO

Der Buddhismus, die indische Kultur und Ideologie übten auf die chinesische Sprache, Literatur, Kunst, Medizin und Astronomie enormen Einfluss aus. Der Vortrag von Professor Karashima stellt die historischen kulturellen und sprachlichen Verflechtungen Indiens und Chinas dar und gibt Einblicke in das besondere Wirken Walter Liebenthals als Vermittler zwischen Indologie und Sinologie und der indischen und chinesischen Kultur. Walter Liebenthal beeinflusste mit seinen Forschungsarbeiten zu Sanskrit-Schriften und chinesischen buddhistischen Texten und seinem Interesse für die kulturellen Beziehungen zwischen Indien und China zahlreiche chinesische Wissenschaftler der Indologie und Buddhologie.

13. Januar 2016

Gegenwart und Zukunft der chinesischen Bildung

PROF. DONG QI, GESANDTER-BOTSCHAFTSRAT DER BILDUNGSABTEILUNG DER BOTSCHAFT DER VR CHINA

In seinem Vortrag gibt Professor Dong, Leiter der Bildungsabteilung der Botschaft der VR China, einen Überblick über aktuelle Konzepte und Themenschwerpunkte zum chinesischen Bildungswesen. Gleichzeitig präsentiert er neuere Überlegungen für zukünftige Bildungsaufgaben der VR China und gibt Einblick in rezente Entwicklungen. Im Zentrum seiner Ausführungen steht die Bedeutung von Bildung und Lernen für die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft, insbesondere thematisiert er die Perspektiven für die heutige und zukünftige Jugend der VR China.

15. Februar 2016

Natur-Taijiquan
Gesundheitsphilosophie des Taiji

HU XILONG

Taiji 太极 bezeichnet in der chinesischen Philosophie das höchste Prinzip und ist Ausdruck eines stetig fließenden Austauschs zwischen Mensch und Natur. Das Bewegungssystem des Taijiquan 太极拳 basiert auf der Harmonie des Taiji. Seit den 1970er Jahren erfreut sich Taijiquan auch in Europa immer größerer Beliebtheit als Philosophie und Sport und wird als Konzept zur Gesundheitsförderung anerkannt. Der Taiji-Meister Hu Xilong, Leiter der Huangshan Taiji Akademie, entwickelte auf den Grundlagen des traditionellen Taijiquan und seiner Erfahrung als chinesischer Mediziner die besondere Form des Natur-Taijiquan 大自然太极拳, welches sich in 13 Formen konzentriert der Gesundheitsförderung und Krankheitsbehandlung widmet.

HU Xilong ist Leiter der Huangshan Taiji Akademie und Begründer des Natur-Taijiquan. Er ist Experte für die Philosophie des Taiji und Ausübung des Taijiquan und Meister in traditioneller chinesischer Medizin.

Vortrag in chinesischer Sprache mit dt. Übersetzung.

11. Mai 2016

Exil Shanghai. Erinnerungen und Reflexionen

SONJA MÜHLBERGER, BERLIN

Sonja Mühlberger wurde 1939 als Tochter von deutschen Flüchtlingen in Shanghai geboren und lebte bis 1947 in Shanghai/Hongkew. Sie kehrte mit ihrer Familie im Sommer 1947 nach Berlin zurück. Nach einem Studium der Pädagogik war Sonja Mühlberger als Lehrerin und ab 1980 als freiberufliche Dozentin für Deutsch und Englisch tätig. Als aktives Mitglied eines Initiativkreises ehemaliger Shanghai-Flüchtlinge ist sie weltweit eine gefragte Zeitzeugin und Ansprechpartnerin für alle, die sich wie sie für China und das Exil in Shanghai interessieren.

23. Mai 2016

Der »chinesische Traum« im Zukunftsdiskurs des modernen China

PROF. DR. NICOLA SPAKOWSKI, ALBERT-LUDWIGS-UNIVERSITÄT FREIBURG

Der »chinesische Traum« ist ein Begriff, der 2012 von Staats- und Parteichef Xi Jinping in die Ideologieproduktion der Kommunistischen Partei Chinas eingeführt wurde und seitdem propagiert und breit diskutiert wird. Aber bereits 1933, inmitten der Krise der Republik China, wurden „Träume“ für China thematisiert. Der Vortrag behandelt das Motiv des Träumens sowie konkrete Wünsche für ein zukünftiges China als wichtige Elemente chinesischer Zukunftsdiskurse seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Es wird gezeigt, wie der politische Traum vom emanzipatorischen Motiv im Rahmen der Revolutionsgeschichte in ein staatstragendes, aber nicht vollständig kontrollierbares Motiv im heutigen China umschlug.

6. Juni 2016

Humanities in China

PROF. DR. WANG HUI

Veranstaltung des Konfuzius-Instituts an der Freien Universität Berlin in Kooperation mit Prof. Dr. Bettina Gransow, Ostasiatisches Seminar der Freien Universität Berlin, und Prof. Dr. Henning Klöter, Seminar für Ostasienstudien der Humboldt-Universität zu Berlin

Wang Hui ist ein international renommierter Philosoph und gilt als einer der scharfsinnigsten Intellektuellen des gegenwärtigen China. Das Magazin Foreign Policy nannte ihn 2008 unter den 100 einflussreichsten Public Intellectuals weltweit.

Durch seine vielbeachteten Veröffentlichungen, seine führende Rolle bei der chinesischen „Neuen Linken“ sowie seine Tätigkeit als langjähriger Mitherausgeber der einflussreichen Zeitschrift Dushu (Lesen) hat Wang Hui die Debatten zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im heutigen China mitgeprägt und ist national wie international ein gefragter Ansprechpartner für Fragen politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. Im Vortrag wird er die aktuellen sozialwissenschaftlichen und philosophischen Debatten in China behandeln.

Wang Huis Forschungen wurden vielfach ausgezeichnet. Er war als Gastprofessor u.a. in Harvard, Edinburgh, Bologna, Stanford, UCLA, Berkeley, und der University of Washington tätig.

Wang Huis Veröffentlichungen umfassen u.a. Against Despair: Lu Xun and the Literary World 《反抗绝望:鲁迅及其文学世界》 (1991), Rekindling Frozen Fire 《死火重温》 (2000), China’s New Order: Society, Politics and Economy in Transition (2003), The Rise of Modern Chinese Thought 《现代中国思想的兴起》 (2005), The End of the Revolution: China and the Limits of Modernity (2009) und The Politics of Imagining Asia (2011).

21. Juli 2016

Paths to the Real: Processes of Contemporary Art in China

PROF. PENG FENG, PEKING-UNIVERSITÄT / MODERATION: DR. JULIANE NOTH, FREIE UNIVERSITÄT BERLIN

Chinas gegenwärtige Kunstentwicklung befindet sich auf dem Weg in ein post-historisches Stadium. Chinas moderne Kunst hat sich über politische Pop-Art und zynischen Realismus zu einem Kunstverständnis entwickelt, das sich der gesellschaftlichen Situation annähert. Prof. Peng Feng wird in seinem Vortrag die unterschiedlichen Kunstkonzepte vorstellen und sie in einen internationalen Zusammenhang stellen.

Peng Feng ist Professor für Ästhetik und Kunstkritik der Peking-Universität. Er ist ein international renommierter Künstler, Kunstkritiker und Kurator und darüber hinaus als erfolgreicher Dramatiker tätig.

5. September 2016

A Journey through Chinese Painting

PROF. DING NING, PEKING-UNIVERSITÄT

Die Geschichte der chinesischen Malerei ist eng verbunden mit Chinas nationaler Identität. Bedeutsam sind die kulturellen und symbolischen Bedeutungsebenen, die den Werken auf eher subtile Weise unterliegen. Professor Ding wird in seinem Vortrag die traditionelle Malerei im Hinblick auf ihre nationale Besonderheit vorstellen und sie mit modernen Konzepten chinesischer Kunst vergleichen.

10. Oktober 2016

Le Cinesi – Barockoper trifft Pekingoper

KARSTEN GUNDERMANN, HAMBURG

An einem Sommerabend des Jahres 1754 erlebt Christoph Willibald Glucks Opernserenade »Le Cinesi« in Gegenwart von Kaiser Franz I. ihre glanzvolle Uraufführung. Im Jahr 2010 entreißt Komponist Karsten Gundermann die Oper seines barocken Kollegen dem Vergessen und bringt sie in einer Kooperation von Barockoper und Pekingoper erneut auf die Bühne. Deutsche und chinesische Musiker teilen sich den Orchestergraben, italienische Opernsänger und Pekingoperndarsteller singen gemeinsam auf der Bühne. Von der Wiederentdeckung einer Chinoiserie - ein Vortrag über Oper aus Ost und West mit viel Musik.

7. November 2016

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