Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin
 

Ausstellungen

Ausstellungen im Galerieraum 117/118 des Konfuzius-Instituts Berlin,
Eröffnungen: Mittwochs, 18.15 Uhr, mit anschließendem Empfang.
Teilnahme kostenfrei, ohne Anmeldung

Auf den Spuren von Hans Stübel
Die Li und Miao auf Hainan

Hans Stübel (1885-1961) erhielt 1924 einen Ruf als Professor für Physiologie an die Tongji-Universiät nach Shanghai, in den Jahren 1931 und 1932 unternahm er von dort Forschungsreisen nach Hainan. Hier leistete er mit seinen Untersuchungen zu den ethnischen Minderheiten der Li und Miao Pionierarbeit. Mit dabei hatte er eine Kamera, die es ihm ermöglichte, seine Arbeit vor Ort eindrucksvoll zu dokumentieren.

Im Jahr 2013 begab sich eine Forschergruppe auf die Spuren Stübels, mit dabei der Fotograf Friedhelm Petrovitsch. In der Ausstellung werden seine Bilder aus dem Jahr 2013 denen Stübels gegenübergestellt, so dass Beziehungen, Veränderungen und Brüche in der Lebensweise der Li und Miao und ihrer Darstellung sichtbar werden.

Ausstellung ab dem 31. Januar 2019

Vernissage Mittwoch den 30. Januar 2019, 18:15 Uhr mit einleitenden Worten von Prof. Dr. Mechthild Leutner und einem Vortrag von Friedhelm Petrovitsch.

John Rabe
Im Gedenken an das Massaker von Nanking 1937/38

1937-38 war Nanjing von der japanischen Armee besetzt. In dieser Zeit vergingen sich die Besatzer massiv an der Zivilbevölkerung. Im Jahr 1937 töteten sie in wenigen Wochen mehr als 300.000 Menschen. John Rabe (1882-1950) – zu dieser Zeit als CEO der Firma Siemens in Nanking vor Ort – war gemeinsam mit anderen Geschäftsleuten und Missionaren maßgeblich dafür verantwortlich, dass eine sog. Sicherheitszone eingerichtet wurde, in der mehr als 200.000 chinesische Zivilisten Schutz vor den Massakern finden konnten. Später waren es Rabes Tagebücher, die die deutsche Öffentlichkeit über die Gräuel jener Tage ins Bild setzten. Sein humanitäres Engagement brachte ihm nicht nur in China viele Ehrenbezeichnungen, wie „der gute Deutsche von Nanjing“, ein.

Die Ausstellung, entworfen vom Konfuzius-Institut Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem John Rabe Kommunikationszentrum in Heidelberg, widmet sich der Person John Rabes, dem Nanking-Massaker, der Würdigung der Verdienste von John Rabe und den Aktivitäten des John Rabe Kommunikationszentrum e.V. in Heidelberg, vertreten durch John Rabes Enkel, Prof. Dr. Thomas N. Rabe.

Eröffnung mit einleitenden Worten von Prof. Dr. Mechthild Leutner und einem Vortrag von Prof. Dr. Thomas N. Rabe.

Im Rahmen der Ausstellung findet am Donnerstag, den 28. März 2019, 18.15 Uhr die Vorführung des Films „John Rabe“ statt.

Ausstellung ab dem 28. März 2019

Vernissage Mittwoch, 27. März 2019, 18:15 Uhr

Barbara Salaun: Yuanming Yuan.
Ein Hauch von Purpur und Gold

Die Bauarbeiten am “Alten Sommerpalast” (Yuanming Yuan) in den nordwestlichen VorortenBeijings begannen im Jahr 1709. Die Pracht und soziopolitische Bedeutung der Gartenanlagebrachte ihr über die Jahre Beinamen wie “Palast der Paläste” oder “Versailles des Ostens” ein. Im Jahr 1860, während des Zweiten Opiumkrieges, wurde der Yuanming Yuan von britischen und französischen Truppen völlig zerstört, sodass heute nur noch Ruinen besichtigt werden können.

Im Rahmen eines großangelegten Projektes zur Visualisierung und Erforschung des Kulturerbes entstanden ab 2009 an der Qinghua-Universität in Peking umfangreiche digitale Rekonstruktionen des Yuanming Yuan. Die Ausstellung zum „Garten der Vollkommenen Klarheit“ zeigt eine Serie von Graphikblättern der Wiener Künstlerin Barbara Salaun. In dieser greift sie auf diese einzigartigen Bilder des Alten Sommerpalastes zurück und knüpft zugleich an die bestehende europäische Tradition von Radierungen an, die über die Gartenanlage im Laufe der Jahrhunderte entstanden.

Das künstlerische Oeuvre Barbara Salauns, Wien, visualisiert und verbindet scheinbar gegensätzliche Herangehensweisen und Verfahren – in stetiger Verwandlung und abstrahierter Bildersprache. So entsteht eine Brücke zwischen den beiden Kulturen in Vergangenheit und Gegenwart.

Eröffnung mit einleitenden Worten von Prof. Dr. Richard Trappl, die Künstlerin ist anwesend.

Ausstellung vom 12. September bis 27. November 2019

Vernissage Mittwoch, 11. September 2019, 18.15 Uhr

Zur Entwicklungsgeschichte der chinesischen Zeichen im 20. Jahrhundert
Eine Kalligraphieausstellung zum 100. Jubiläum der Vierten-Mai-Bewegung und der Neuen Kulturbewegung

Die Vierte-Mai-Bewegung und die Neue Kulturbewegung stellten die chinesische Kulturtradition grundlegend in Frage. Insbesondere wurden die chinesische Sprache und die chinesischen Schriftzeichen in der Diskussion Gegenstand umfassender gesellschaftlicher Debatten. Nach radikalen Vorschlägen, die Zeichen abzuschaffen und eine Latinisierung einzuführen, wurden im Kompromiss mehrere Reformen zur Gestaltung und Schreibweise der Zeichen umgesetzt. Die Reformen führten zu einer Vereinfachung der Formschrift zur gebräuchlichen Handschrift mit kalligraphischen Elementen. Daraus resultierende Entwicklungen prägen die Gestaltung der chinesischen Zeichen bis heute.

Die Ausstellung präsentiert Werke der Kalligraphen und Wissenschaftler Cui Xiliang, Zhu Tianshu, Huang Dekuan, Yan Gongda und Chen Hongjie. Die Werke der Künstler zeigen die Auswirkungen der Kulturbewegungen zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Entwicklungen der chinesischen Schriftzeichen und Kalligraphiekunst.

Die Ausstellung wird mit einer Podiumsdiskussion zum Thema des historischen Wandels und der kulturellen Funktion der chinesischen Schriftzeichen eröffnet.

Ausstellung ab dem 5. Dezember 2019

Vernissage , 4. Dezember 2019, 18.15 Uhr

Vergangene Ausstellungen

Eva Siao - Mein China
Fotografien der 1950er Jahre

In ihrer Biographie „China – mein Traum, mein Leben“ hat die 1911 in Breslau geborene Arzttochter Eva Sandberg ihre aufregende Lebensreise zwischen Moskau, Yan’an und Peking geschildert.

Es ist die Geschichte einer Liebe – zu ihrem Mann, dem chinesischen Dichter Emi Siao und zu ihrer neuen Heimat China. Sie erlebt den Aufbruch des Landes nach 1949 und wird mit ihren Bildern zu einer wichtigen Zeitzeugin dieser Entwicklung. Die ausgebildete Fotografin lässt uns mit ihrem persönlichen Blick auf den Alltag der 1950er Jahre in den Geschäften, Parks und Gassen am Leben in Peking teilnehmen.

Die Ausstellung wird von Dagmar Yu-Dembski, einer langjährigen Freundin der Familie Siao, kuratiert.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zusatzveranstaltung:

Im Rahmen der Ausstellung zeigt das Konfuzius-Institut Berlin am Donnerstag, 8. November 2018 um 18:15 Uhr, den Dokumentarfilm „Mein Traum, meine Liebe, meine Hoffnung. Lebenserinnerungen der Eva Siao“ von Martina Fluck. Die Regisseurin wird zur Einführung des Films und zum anschließenden Gespräch anwesend sein.

Ausstellung: 1. November 2018 bis 24. Januar 2019.

Vernissage am Mittwoch, 31. Oktober 2018, 18:15 Uhr. Begrüßung und Einführung durch Dagmar Yu-Dembski und Evas Enkeltochter Erika Siao.

Der Traum vom Glück.
Von Glücksschweinen und Fledermäusen

Überall auf der Welt träumen die Menschen vom Glück. In China spiegelt sich diese Hoffnung seit Jahrhunderten in einer Vielzahl an Glückssymbolen. Sie sind zu einem festen Bestandteil des chinesischen Alltags geworden. In der Ausstellung fragen wir nach dem Ursprung chinesischer Glückssymbolik und erläutern ihre Bedeutung an zahlreichen Beispielen und Objekten. Untersucht werden z. B. chinesische Glückszahlen, Glück verheißende Begriffe und weshalb die Fledermaus ein Symbol für Glück ist. Die zwei Meter hohe Lichtinstallation der Künstlerin Wang Lan bringt chinesische und westliche Glückssymbole zum Leuchten.

Ausstellung 23. November 2017 bis 10. Januar 2018

Vernissage am Mittwoch, 22. November 2017, 18.15 Uhr

Jüdische Flüchtlinge in Shanghai

Ab 1933 begannen Juden aus Deutschland und später auch aus anderen von den Nazis besetzen Ländern nach Shanghai zu flüchten. Bis 1941, als die Fluchtrouten nach Shanghai mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 endgültig versperrt waren, hatten mindestens 18.000 Juden Zuflucht in Shanghai gesucht. Viele Biografien der Flüchtlinge wurden nachhaltig von dieser Zeit geprägt und so hat sich die Ausstellung, die in Zusammenarbeit des Shanghai Jewish Refugees Museum mit dem Konfuzius-Institut in Olomouc (Olmütz, Tschechien) entstand, zur Aufgabe gemacht, neben größeren Zusammenhängen gerade auch individuelle Schicksale zu beleuchten. Diese neukonzipierte Ausstellung wird nun zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein.

Die Texte der Poster sind in chinesischer und englischer Sprache.

Eröffnung mit einleitenden Worten von Prof. Dr. Dr. h. c. Mechthild Leutner und einem Zeitzeugenbericht von Sonja Mühlberger (geb. Krips)

Ausstellung 25. Januar bis 8. März 2018

Vernissage am Mittwoch, 24. Januar 2018, 18.15 Uhr

Zwischen Revolution und Alltag. Studieren in China, 1974/75
Fotografien von Mechthild Leutner

Die mehr als 100 Fotos dokumentieren die Lebensverhältnisse der chinesischen Bevölkerung Mitte der 1970er Jahre: ihre alltäglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Stadt und Land, ebenso wie ihre Feste und ihre Freizeitgestaltung. Die Bewegungen der spät-kulturrevolutionären Phase sind im öffentlichen Raum ebenso präsent wie die Gedenkstätten der Revolution und die neuen sozialistischen Errungenschaften. Es sind die letzten Jahre der Ära Mao Zedongs, in der sich schon erste Zeichen einer Wende zeigen, die Dynamik der folgenden Jahre jedoch noch weitestgehend unvorstellbar bleibt.  Die Fotos zeigen ein vergangenes China – und machen in der Differenz zu heute zugleich die großen Anstrengungen der Menschen bei der Umgestaltung ihrer Lebensverhältnisse deutlich.

Mechthild Leutner gehörte zur ersten Gruppe von AustauschstudentInnen, die nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der VR China im Land studierte. Sie lernte Chinesisch an der Pekinger Sprachenuniversität und studierte ein Semester Neuere Geschichte an der Peking-Universität. Ihre Fotos entstanden in Peking und während ihrer Studienreisen, u.a. nach Tianjin, Shanghai und Kanton sowie nach Hunan.

Ausstellung 15. März bis 9. Juni 2018

Vernissage am Mittwoch, 14. März 2018, 18.15 Uhr

Cai Yuanpei (1868-1940)
Ein Leben für die Bildung

Nachdem es zuvor nur einige Privatuniversitäten und Universitäten auf Provinzebene gegeben hatte, wurde 1898 mit der Peking-Universität die erste staatliche Universität Chinas gegründet. Sie hat in den Jahrzehnten ihrer wechselvollen Geschichte, mit ihren engagierten Hochschullehrern und Studierenden, stets eine führende Rolle gespielt. Cai Yuanpei war ihr bekanntester Präsident und ein bedeutender Mittler zwischen Ost und West zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

In dieser 2017 an der Peking-Universität neu konzipierten Ausstellung werden schwerpunktmäßig Cai Yuanpeis frühe Jahre, seine Studienjahre in Deutschland (1907–1911) und seine Amtszeit als Rektor der Peking-Universität (1917–1927) präsentiert. Zahlreiche Schriftdokumente werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ausstellungsort:

Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin
Goßlerstraße 2-4
14195 Berlin

Ausstellung: 18. Juni bis 25. Oktober 2018

Vernissage 14. Juni 2018, ab 18.15 Uhr, mit einleitenden Worten von Chen Hongjie, Professor für Hochschulforschung und Cai Leiluo, Professorin für Universitätsgeschichte, von der Peking-Universität