Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin
 

Kino im Konfuzius-Institut

Galerieraum 117/118 oder 203, Teilnahme kostenfrei, ohne Anmeldung

Filmreihe 1 – Hoffnung

Diese Filmreihe erzählt von Hoffnung im Angesicht auswegloser Lebenssituationen. Allen Widerständen zum Trotz treibt die Hoffnung auf (Über-)Leben die Menschen an, über sich und über scheinbar unüberwindbare Realitäten hinauszuwachsen.

Donnerstag, 30. Januar 2019, 18.15 Uhr

Suzhou River
Regie: Lou Ye. China/Deutschland Laufzeit: 83 Minuten. Chinesisch mit engl. UT

Suzhou River erzählt die Geschichte einer rätselhaften und obsessiven Suche nach verlorener Liebe, in der die Hoffnung jeglicher Realität zu trotzen scheint. Vom Verlust seiner großen Liebe Moudan angetrieben, irrt der Kleinkriminelle Mardar durch die Straßen und Nachtklubs der Stadt. Doch als er Meimei trifft, scheint es, als sei entgegen aller Logik Moudan von den Toten auferstanden.

Donnerstag, 28. Februar 2019, 18.15 Uhr

Springtime in a Small Town
Regie: Tian Zhuangzhuang. China, 2002. Laufzeit: 114 Minuten. Chinesisch mit engl. UT

In einer durch den Zweiten Weltkrieg gezeichneten Kleinstadt führen Liyan und Yuwen eine lieblose Ehe, die sich in Routine erschöpft. Als der Arzt Zhichen – Liyans Freund aus Schulzeiten und Yuwens frühere Liebe – in die Stadt kommt, wird ihr Zusammenleben von Heimlichkeiten und Verrat, aber auch der Hoffnung auf Veränderung geprägt.

Donnerstag, 28. März 2019, 18.15 Uhr

John Rabe
Regie: Florian Gallenberger. Deutschland, China, Frankreich, 2009. Laufzeit: 134 Minuten. Chinesisch mit dt. und frz. UT

Der deutsche Geschäftsmann John Rabe lebt seit beinahe 30 Jahren in Nanking, als 1937 die japanischen Streitkräfte die Stadt bombardieren. Gemeinsam mit Mitstreitern gelingt es ihm, ein internationales Komitee zum Schutz der Zivilbevölkerung zu bilden und unter starken Widerstand eine Sicherheitszone in der Stadt zu errichten. Verlust, Freundschaft, Hoffnung und äußerste Entschlossenheit prägen den scheinbar aussichtslosen Kampf ums Überleben.

Vergangene Vorstellungen

Filmreihe Identität und Wandel

Wenn ein sinnstiftendes Element des eigenen Lebens wegfällt, sei es die Arbeit, sei es eine Beziehung, was bleibt dann noch? Wer ist man, wenn auf einmal alles anders ist? Diesen Fragen muss sich fast jeder Mensch in seinem Leben mehr als einmal stellen. Der Ausgang? Ungewiss.

In unserer Reihe „Identität und Wandel“ möchten wir einige der filmischen Ausprägungen dieser Suche mit Ihnen teilen.

Tao Jie - Ein einfaches Leben

Regie: Ann Hui / China, 2011 / Laufzeit: 118 Minuten / Deutsch, Kantonesisch

Jahrzehntelang hat das Hausmädchen Ah Tao ein einfaches Leben im Dienste der Familie Leung geführt. Als einziger Spross der Familie lebt nur noch der Filmproduzent Roger in Hongkong. Doch als Tao einen Schlaganfall erleidet, verändern sich ihre Lebensperspektiven plötzlich. Sie wird in ein Altersheim verlegt, wo mit einem Mal sie die Umsorgte ist ...

Donnerstag, 25. Januar 2018

18.15 Uhr

For Fun / Zhao le

Regie: Ning Ying / China, 1993 / Laufzeit: 98 Minuten / Chinesisch mit englischen Untertiteln

Die Rente soll erst der Anfang sein – jedenfalls für den Musikliebhaber Han, der viele Jahre als Hausmeister an einem Pekingoper-Theater gearbeitet hat. Mit gleichgesinnten Senioren beginnt er, Szenen aus Pekingopern einzustudieren. Die Anfangseuphorie verleiht der Gruppe neue Lebenskraft, doch Ärger bleibt bei Hans autokratischem Verhalten nicht aus.

Donnerstag, 22. Februar 2018

18.15 Uhr

Still Life

Regie: Jia Zhangke / China, 2006 / Laufzeit: 108 Minuten / Chinesisch mit deutschen Untertiteln

Nicht nur der Mensch wirkt auf seine Umgebung, auch die Umgebung kann das Leben der Menschen einschneidend verändern. Zwei Menschen begegnen sich auf der Suche nach ihren verlorenen Partnern in der Stadt Fengjie, die für den Drei-Schluchten-Staudamm Wassermassen weichen muss. Dieser Eingriff in die Natur führt auch zu einschneidenden Veränderungen für die Menschen.

Donnerstag, 22. März 2018

18.15 Uhr

Filmreihe 2 – Dokumentarfilme: Lebensentwürfe

Der intime Moment eines Begräbnisses, die Welt aus der Sicht chinesischer Bauern, das Sich-Zurechtfinden in der Fremde – einen seltenen Einblick in die Gedanken, Emotionen und Sichtweisen von vielfach übersehenen Menschen bietet diese Filmreihe.

Li Manshan. Portrait of a Folk Daoist

Regie: Stephen Jones. China/United Kingdom 2015, Chinesisch mit engl. UT, 82 min

Der Film dokumentiert das Leben des Daoisten Li Manshan, Leiter einer Gruppe von Ritualmeistern in einer abgelegenen Region im Norden Shanxis, und zeigt Lis daoistische Praktiken, u.a. bei der Begleitung von Begräbnissen. Stephen Jones verbindet Archivmaterial und eigene Aufnahmen seit den 1980er Jahren und zeichnet das bewegende Porträt einer ländlichen Gemeinde im Wandel.

Donnerstag, 19. April 2018

18.15 Uhr

Jeder siebte Mensch

Regie: Elke Groen, Ina Ivanceanu. Österreich 2006, Chinesisch mit dt. UT, 75 min

Die Filmemacherinnen Elke Groen und Ina Ivanceanu dokumentieren das Alltagsleben in drei chinesischen Dörfern anhand zahlreicher Interviews, die zwischen 2002 und 2005 aufgenommen wurden. Gleichzeitig fließen selbstgedrehte Kurzfilme der Einwohnerinnen und Einwohner über ihre Umgebung, ihre Hoffnungen und Träume mit ein.

Donnerstag, 31. Mai 2018

18.15 Uhr

Oceanul Mare

Regie: Katharina Copony. Österreich, Deutschland, Rumänien 2009, Chinesisch und Rumänisch mit dt. und engl. UT, 80 min

„Oceanul Mare“ entführt den Zuschauer in die Lebenswelten dreier Chinesen, die in den frühen 90ern nach Bukarest einwanderten. In unmittelbarer Nähe zum größten China-Markt Europas erleben sie in Rumänien, was es heißt fremd zu sein und sich selbst neu erfinden zu müssen.

Donnerstag, 28. Juni 2018

18.15 Uhr

Filmreihe 3 – Junges Kino Chinas – China Art House Filmtage

Die Filmreihe „Junges Kino Chinas – China Art House Filmtage“, gemeinsam veranstaltet vom Konfuzius-Institut an der Freien Universität und der Shanghai Art Film Federation (SAFF), zeigt an drei Terminen vier der neuesten chinesischen Art House-Filme, die bei nationalen und internationalen Filmfesten ausgezeichnet wurden, sowie in der chinesischen Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit erhielten. Die ausgewählten Filme reflektieren das gegenwärtige gesellschaftliche Leben in einem sich wandelnden China und bieten Einblicke in aktuelle Entwicklungen der chinesischen Art House-Szene.

Eröffnung: Dienstag, 25. Sept. 2018, 16 Uhr

Eröffnungsveranstaltung der Filmreihe „Junges Kino Chinas – China Art House Filmtage“ durch das Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin und die Shanghai Art Film Federation.

Dienstag, 25. September 2018, 16 Uhr

Eröffnungsveranstaltung

16:00 Uhr
Eröffnung
Eröffnungsveranstaltung der Filmreihe „Junges Kino Chinas – China Art House Filmtage“ durch das Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin und die Shanghai Art Film Federation.

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16:30 Uhr
Ins Blaue hinein 呼吸正常
Regie: Li Yunbo 李云波. China 2016, Kantonesisch mit chin. und engl. UT, 101 min

Vier junge Menschen. Eine Stadt. Liebe und Ideale. Ungezwungen aber auch ein wenig orientierungslos. Während die Jahreszeiten wechseln, wechseln auch die Darsteller immer wieder zwischen ihrer Rolle im Film und ihrem Lebensalltag. Sie alle spielen sich selbst und erkennen dabei, wie sich ihr eigenes Leben durch den Film verändert.
Das Improvisationswerk des Kantoner Filmkritikers Li Yunbo und seines Teams wirft einen einzigartigen Blick auf das Stadtleben Kantons und die Sehnsüchte der jungen BewohnerInnen der Großstadt.

Der Film wurde beim Beijing International Film Festival 2016 in der Kategorie „Forward Future“ für die Preise „Best New Director“ und „Best Picture by a New Director“ sowie beim San Sebastián International Film Festival 2016 für den Preis „Best New Director“ nominiert.

Film im Originalton mit chinesischen und englischen Untertiteln mit eingeschränkter Lesbarkeit.

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19:00 Uhr
Der Sommer ist vorbei 八月
Regie: Zhang Dalei 张大磊. China 2016, Chinesisch mit chin. und engl. UT, 115 min

In einer Stadt im Westen Chinas in den frühen 1990er Jahren beginnen für den zwölfjährigen Zhang Xiaolei die lang ersehnten Sommerferien vor seinem Eintritt in die Sekundarschule. Die heißen Sommertage gestalten sich jedoch nicht so erfreulich wie erwartet, sondern sind von Trägheit und der Routine des Familienalltags bestimmt. Das Leben aller Familien im Wohnblock ändert sich jedoch, als in Folge der Reform des Staatssektors die als „Eiserne Reisschüssel“ bezeichnete Arbeitsplatzgarantie hinfällig wird. Auch der Staatsbetrieb, in dem Xiaoleis Vater arbeitet, ist betroffen.

Der Film wurde bei den 53. Golden Horse Awards mit den Preisen „Best Feature Film” und „Best New Performer” ausgezeichnet und erhielt den FIPRESCI Prize der International Federation of Film Critics.

Film im Originalton mit chinesischen und englischen Untertiteln mit eingeschränkter Lesbarkeit.

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 18:15 Uhr

Zweiundzwanzig 二十二
Regie: Guo Ke 郭柯. China 2016, Chinesisch mit chin. und engl. UT, 99 min

Die 2014 begonnene Dokumentation begleitet das Leben von 22 Frauen, die zu den schätzungsweise 200.000 chinesischen Frauen gehören, welche während der japanischen Besetzung Chinas im Zweiten Weltkrieg durch die japanischen Truppen als sog. Trostfrauen zur Prostitution gezwungen wurden. Der Film verfolgt das Alltagsleben der Überlebenden zurückhaltend und gibt dabei umfassende Einblicke in ihre aktuelle Lebenssituation und zeigt wie sie ihr Leben nach der Erfahrung unvorstellbaren Leids verbrachten und verbringen.

Die durch Crowd-Funding finanzierte Dokumentation wurde nach ihrer Veröffentlichung im Sommer 2017 die kommerziell erfolgreichste Dokumentarfilmproduktion der VR China.

Film im Originalton mit chinesischen und englischen Untertiteln mit eingeschränkter Lesbarkeit.

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 18.15 Uhr

Donnerstag, 29. November 2018, 18.15 Uhr

Lied des Phönix 百鸟朝凤
Regie: Wu Tianming 吴天明. China 2016, Chinesisch mit chin. und engl. UT, 110 min

In Wushuang, einem Dorf im Norden Chinas, wird das Spielen des volkstümlichen Holzblasinstruments Suona von Musikgruppen nicht bloß zur Unterhaltung aufgeführt, sondern wird auch als besondere Ehrung für Verstorbene bei Beerdigungszeremonien dargeboten. Das technisch sehr anspruchsvolle „Lied des Phönix”, welches nur beim Gedenken hoch angesehener Verstorbener gespielt werden darf, wird jedoch einzig noch von Meister Jiao beherrscht, dem berühmten Leiter des Familienensembles Jiao. Als er selbst alt wird, muss er einen Nachfolger wählen, um die jahrhundertealte Kunst Tradition weiterzugeben und auf diese Weise fortzuführen.

Der Film wurde beim 1. Silk Road International Film Festival mit dem Preis „Best Film“ ausgezeichnet. Der Regisseur Wu Tianming erhielt für sein Werk den „Special Jury Prize” der 29. Golden Rooster Awards 2013.

Filme im Originalton mit chinesischen und englischen Untertiteln mit eingeschränkter Lesbarkeit.

Donnerstag, 29. November 2018, 18.15 Uhr